Milch, Käse, Fleisch, Kartoffeln und Artischocken
Der Hof Uschlaingias steht auf mehreren Beinen: Milchwirtschaft – respektive Käse, Fleisch, Kartoffeln, Artischocken – und natürlich den Direktzahlungen.

Die Milch geben die Kühe vom Rätischen Grauvieh. Dies ist eine sogenannte «Zweinutzungsrasse», das heisst, der Milchertrag ist nicht so hoch, dafür setzen die Tiere auch ordentlich Fleisch und Fett an. Die Kühe geben jährlich 3500 bis 5000 kg Milch, dagegen liegt der Ertrag bei Brownswiss-Kühen, einer eigentlichen Milchrasse bei 8000 bis 10 000 kg pro Jahr, je nach Standort und Futter. Die Milch verkäse ich selber, in der hofeigenen, nach EU-Richtlinien zugelassenen, Käserei und verkaufe direkt an Läden, Restaurants und Private.

Auf knapp einer Hektare kultiviere ich Kartoffeln und Artischocken. Bei den Kartoffeln habe ich mich mittlerweile auf Pro-Specie-Rara-Sorten beschränkt. Dies sind alte Sorten wie Blaue, 8-Wochen-Nüdeli, Corne de gatte oder Parli. Diese bestechen nicht nur durch ihr spezielles Aussehen, sondern auch durch den intensiven und teilweise gar nussigen Geschmack.

Seit gut 5 Jahren kultiviere ich Artischocken, die höchsten in Europa notabene. Vor allem in der gehobenen Gastronomie im Tal finden diese reissenden Absatz. Auch wegen ihres intensiven Geschmacks.
Fleisch geben die Ochsen. Kälber schlachte ich keine, ich warte bis die Tiere rund zwei Jahre alt sind.

Sämtliche Produkte setze ich im Direktverkauf ab. Insgesamt erwirtschafte ich aus dem Direktverkauf 30 bis 40% meines Umsatzes, den Rest machen die Direktzahlungen aus.